Die Thur ist ein Fluss in der Ostschweiz. Sie hat von ihrer Entstehung am Säntis bis zur Mündung in Flaach in den Rhein eine Flusslänge von rund 135 Kilometer. Durchflossen werden die Kantone St. Gallen, Thurgau sowie Zürich, wobei sie sogar als Namensgeberin des Kantons Thurgau fungiert.

Quelle der Thur und Säntisthur

Die Quellen der Thur, beziehungsweise der Säntisthur wie sie hier genannt wirt, liegen im Alpsteingebiet am Fusse des Chalbersäntis auf einer Höhe von rund 2040 Metern über Meer. Die Säntisthur fliesst dann durch die Gebiete Älpli und Laui hinunter ins obere Toggenburg. In der Laui fliesst ihr von rechts der aus dem Gräppelensee kommende Seebach zu. Dann geht es weiter durch den Chüeboden und ins Chämmerlitobel. Hier schiesst die junge Thur über die wunderschönen Thurfälle. Wenig später erreicht sie mit Unterwasser das erste Dorf auf ihrer Reise. Hier vereinigt sich die Säntisthur mit der Wildhauser Thur und der Fluss wird fortan nur noch Thur genannt.

Die Thur im Toggenburg

Nun fliesst die Thur durch das liebliche Toggenburg und entwässert dieses. Sie passiert Alt St. Johann und dann Starkenbach, wo unter anderem der Chrinnbach, der Leistbach und der Neuenalpbach zufliessen. Weiter geht es via Stein, wo die Wiss Thur von links aufgenommen wird, nach Nesslau. Kurz vor Nesslau rauscht die Thur über den prachtvollen Giessenfall und nimmt dann etwas ausserhalb des Dorfes nacheinander den Ijentaler Bach und die Luteren zu sich auf. Nun fliesst die Thur vorbei an Krummenau, wo sie gleich zweifach zur Stromgewinnung gestaut wird, nach Ebnat-Kappel und Wattwil. Dabei fliessen ihr verschiedenste Bäche zu, wie etwa der Steintaler Bach in Ebnat-Kappel oder der Ulisbach und der Rickenbach in Wattwil. Danach schlängelt sich die Thur durch das untere Toggenburg und vorbei an den Dörfern Lichtensteig, Dietfurt und Bütschwil. Kurz vor Lütisburg nimmt sie mit dem Necker einen der ersten grossen Flüsse zu sich auf. Nach Bazenheid und Schwarzenbach dreht sie vor Wil nach Osten ab, um dann nahe Oberbüren kurz nacheinander die Uze und die Glatt von rechts einfliessen zu lassen. Wenig später überquert die Thur dann die Kantonsgrenze in den Thurgau.

Thur: Thurgau bis zur Mündung

Gleich nach dem Kantonswechsel macht die Thur bei Bischofszell eine grosse Schlaufe und nimmt dabei die Sitter zu sich auf. Weiter fliesst sie zwischen Kradolf und Schönenberg hindurch, passiert Bürglen und dann Weinfelden südlich. Die Thur, die nun wieder gegen Westen zieht, fliesst dann vorbei an Felben und lässt nördlich von Frauenfeld die Murg einfliessen. Einige Kilometer flussabwärts bildet sie dann für kurze Zeit die Kantonsgrenze zwischen Thurgau und Zürich bevor sie dann kurz vor dem Dorf Gütighausen ganz in Zürcher Kantonsgebiet übertritt. Nun mäandriert die Thur in grossen Bögen nach Andelfingen beziehungsweise Kleinandelfingen. Zum Abschluss geht es vorbei an Feldern, Wiesen und Wäldern bevor die Thur dann auf dem Gemeindegebiet von Flaach von links in den Rhein einfliesst.

Alternative Namen

Säntisthur (Oberlauf)

Fakten zum Thur

Geografie und Lage

Fakten

Länge:
135 km
Klasse:
Fluss (4)
Typ:
Fluss
Quelle:
Säntis (Chalbersäntis)
Quellhöhe m. ü. M.:
2040 m. ü. M.
Mündet in:
Rhein
Mündungsort:
Flaach
Mündungshöhe m. ü. M.:
345 m. ü. M.

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