Die Linth ist Hauptzufluss des Zürichsees und hat eine Länge von rund 37 Kilometern (ohne den Linthkanal). Sie entwässert den Kanton Glarus und fliesst später auch noch durch St. Galler und Schwyzer Kantonsgebiet.

Linth im Kanton Glarus

Das Quellgebiet der Linth liegt im Tödigebiet im südlichsten Teil des Kantons Glarus. Ihren Namen erhält die Linth aber erst auf der Üelialp südlich von Linthal auf einer Höhe von rund 1030 Metern über Meer durch den Zusammenfluss des Sandbach und des Walenbach. Kurz nach ihrer Entstehung fliesst ihr von rechts gleich der Limmerenbach zu. Danach fliesst die Linth in nördlicher Richtung unter der ehrwürdigen Pantenbrücke hindurch hinein in die Linthschlucht. Nach der Schlucht erreicht die Linth im Gebiet Tierfehd eine erste Ebene und sie lässt nacheinander den Wildwüestibach, den Furbach sowie den Bodenbach von rechts einfliessen.

Wenig später wird auch noch der vom Urnerboden kommende Fätschbach von links mitgenommen bevor der Fluss dann Linthal erreicht und mitten durch das Dorf fliesst. Auf dem Weg von Linthal nach Rüti fliessen der Linth der Brummbach und der Durnagel zu. Sie passiert danach Dörfer wie etwa Betschwanden, Luchsingen, oder Haslen und nimmt dabei etliche Bäche von beiden Talseiten zu sich auf, so etwa den Diesbach oder den Haslerbach. Nun erreicht sie Schwanden und vereinigt sich dort im Dorfzentrum mit der Sernf. Via Mitlödi und Ennenda gelangt die Linth dann nach Glarus. Im Glarner Hauptort fliesst sie erst am Bahnhof vorbei und danach am östlichen Ortsrand. Weiter geht es nach Netstal, wo von links der vom Klöntalersee kommende Löntsch einfliesst, und am Flugplatz Mollis vorbei. Nun fliesst die Linth im Escherkanal zwischen Mollis und Näfels hindurch und biegt bald danach in nordöstlich ab, um im Gebiet Gäsi in den Walensee einzufliessen.

Linth: Linthkanal und Zürichsee

Den Walensee verlässt die Linth als Linthkanal (andere Gewässerkennzahl) in Weesen an dessen westlichen Zipfel. Sie markiert nun die Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Glarus, fliesst durch den Kanal und nimmt bei Ziegelbrücke den Mülibach von links zu sich auf. Alsbald verläuft sie schnurgerade durch die fruchtbare Linthebene. Dabei passiert sie Schänis und Bilten, wo etwa der Biltnerbach zufliesst. Weiter geht es für die Linth zwischen Reichenburg und Benken hindurch, bevor sie beim Schloss Grynau nahe Uznach nach Westen abdreht. Wenig später mündet die Linth südlich von Schmerikon auf 405m in den Zürichsee.